Markt-Insight

Current Interior Trends

Hanseatische Zurückhaltung, hochwertige Materialien, die Wiederentdeckung handwerklicher Qualität und dezent integrierte digitale Technik prägen aktuell die Innenarchitektur in Hamburger Premium-Immobilien.

Hamburgs Innenarchitekten und Bauherren verabschieden sich vom internationalen Hotel-Look der späten 2010er-Jahre. Individualität, Authentizität und ein bewusster Umgang mit hochwertigen Materialien gewinnen an Bedeutung.

Zurück zum Natürlichen

Materialien dürfen wieder in ihrer natürlichen Erscheinungsweise wirken. Wo zuletzt geschliffene Marmoroberflächen dominierten, kehren nun Travertin, gespachtelter Naturstein und massive Eichendielen zurück. Der Materialeinsatz ist eher zurückhaltend als laut, natürliche Patina zählt mehr als Hochglanz. 

Besonders gefragt sind aktuell breite, geölte Eichendielen mit deutlicher Maserung sowie Natursteine, deren Oberflächen sich über die Jahre verändern dürfen.

Mut zur Farbe

Die Zeit der Greige-Töne neigt sich ihrem Ende zu. Kräftige Farben sind wieder gefragt. Drei Farbwelten lassen sich beobachten: Klassische, gedeckte Farbtöne – vom gedämpften Grün bis zum dunklen Bordeaux – dominieren Bibliotheken, Esszimmer und repräsentative Räume. In Bädern und Schlafzimmern setzen sich dagegen warme Neutralfarben durch, wie Sandfarbe, Terrakotta oder Leinen-Weiß. Ebenfalls im Kommen sind Off-Whites, also Töne mit Pigmenten anstelle von reinem Weiß. Vermieden wird alles klinisch Wirkende.

Licht als Gestaltungsprinzip

Licht wird zunehmend als wichtiges Gestaltungsmittel verstanden und von Beginn an in das Raum- und Wohnkonzept eingebunden. Moderne Leuchtmittel liegen im Trend, bei denen nicht nur die Helligkeit, sondern auch die Farbtemperatur gesteuert werden kann. Indirekte Wandbeleuchtung und Stehlampen ersetzen zunehmend das Deckenlicht und sorgen für Stimmungen und Lichtakzente.

Individuelle Tischlerlösungen für die Küche

Handwerkskunst und natürliche Materialien sind auch für Hamburger Küchen stark gefragt. Von Hamburger Tischlern maßgefertigte Kücheneinrichtungen machen etablierten Premium-Großserienherstellern zunehmend Konkurrenz. Geölte statt lackierte Eichen-Fronten, Arbeitsplatten aus Naturstein wie Travertin, Granit oder Marmor werden verbaut. Eingelassene Abzugshauben und hochwertige Messingbeschläge runden das Bild stimmig ab.

Wohnliche Bäder

Immer großzügiger und wohnlicher werden die Bäder in Hamburger Premium-Immobilien gestaltet. Eine freistehende Wanne, Kunst an der Wand und vielleicht sogar ein Sessel machen das Bad zum Rückzugsort. Bei den Materialien dominieren handgemachte Zellige-Fliesen, gerne aus Marokko, polierter Beton und sandgestrahlte Natursteine. Weniger im Trend liegen große Spiegelflächen und verchromte Armaturen. Gefragt sind gebürstetes Messing oder Bronze.

Digitale Technik hält Einzug

Smart-Home-Technik findet immer mehr Einzug in Hamburger Häuser und Wohnungen. Die Funktionalität steht dabei im Vordergrund, nicht die Technik selbst. Lautsprecher, Sensoren und Steuerungselemente werden deshalb häufig dezent in die Architektur integriert.

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