Markt-Insight

Hamburgs Spitzenrestaurants 2026

Wo man in Hamburg dieses Jahr essen geht, von der unverrückbaren Sterne-Spitze bis zu den spannendsten Neueröffnungen.

Die Hamburger Spitzengastronomie hat ein gutes Jahr. Mit 16 Sterne-Restaurants stand die Stadt zuletzt so gut da wie nie, und auch 2026 kommt Bewegung in die Szene: neue Adressen, neue Konzepte, und ein paar Klassiker, die einfach unverrückbar bleiben. Wer in Hamburg gut essen will, hat selten so viel Auswahl gehabt. Eine Orientierung nach Anlass und Stadtteil.

Die unverrückbare Spitze

Wenn es um das eine besondere Abendessen geht, führt in Hamburg kein Weg an Christoph Rüffers Haerlin im Hotel Vier Jahreszeiten vorbei. Drei Sterne, ein Blick auf die Binnenalster, und eine Küche, die zur absoluten deutschen Spitze zählt. Für den großen Anlass die erste Adresse der Stadt. Neben dem Haerlin gehört auch Kevin Fehlings The Table in der HafenCity zur absoluten Spitze. Der Drei-Sterne-Koch steht für eine international beachtete, hochkreative Küche. Klassischer, hanseatischer, aber kaum weniger eindrucksvoll ist das Landhaus Scherrer an der Elbchaussee in Othmarschen. Heinz O. Wehmann steht hier seit den frühen 1980ern am Herd und hält den Michelin-Stern mit norddeutscher Hochküche, die ohne Mode auskommt. Ein sicherer Ort für ein Geschäftsessen oder ein Dinner, das nichts beweisen muss.

Die Quartier-Adressen

In Eppendorf kann Cornelia Poletto seit Jahren auf ein Stammpublikum zählen. Ihr Restaurant in der Eppendorfer Landstraße ist eine der verlässlichsten Adressen der Stadt und wurde 2026 sogar als Restaurant des Jahres beim Genuss-Michel nominiert. Den Stern hat sie vor Jahren bewusst abgegeben, um zugänglicher zu kochen. Herausgekommen ist eine italienisch-mediterrane Küche, die man immer wieder besuchen kann, ohne dass es ein Staatsakt wird.

In Winterhude hat sich das Koer in kürzester Zeit nach oben gespielt: 2023 eröffnet, ein Jahr später Newcomer des Jahres, 2025 der Michelin-Stern. Wer sehen will, wo die junge Hamburger Küche gerade hingeht, ist hier richtig. Ähnlich entspannt und doch hochdekoriert sind das Jellyfish zwischen Sternschanze und Eimsbüttel für Fisch und Meeresfrüchte sowie das Haebel auf St. Pauli, das erste Sternerestaurant des Viertels.

Die Cocktail-Institution

Für das Glas davor oder danach gibt es in Hamburg eine Adresse, die seit Jahren in den World’s 50 Best Bars steht: das Le Lion in der Rathausstraße, unweit des Rathauses. Hinter einer unscheinbaren Tür mit Klingel wartet die Geburtsstätte des Gin Basil Smash. Barkultur auf Weltniveau, perfekt für den Abschluss eines Theaterabends.

Die Neueröffnungen 2026

Der Michelin Guide hat in diesem Jahr gleich drei neue Hamburger Lokale aufgenommen: das Cyn Cyn am Eppendorfer Weg mit chinesischer Küche, das Gassenhauer an der Kastanienallee mit Wiener Klassikern und das Jfk an der Lagerstraße. Letzteres serviert unter dem Motto „F*ck Off Fine Dining“ ein Mehrgang-Menü im rosa gekachelten Kaminzimmer der Bullerei. Spitzenküche ohne Steifheit, genau der Ton, den viele gerade suchen.

Wer es mediterran mag, wird am Övelgönner Elbstrand fündig, wo das Illeta Mallorqui eröffnet hat, mit mallorquinischer Küche und Blick auf die Hafenkräne. Und in der HafenCity weht frischer Wind, wo aus dem früheren Sternerestaurant Bianc das neue Restaurant Buoy geworden ist.

 
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